Arne Koch

Charakterisierung von Aerosolpartikeln aus der thermischen und mechanischen Behandlung von Carbonbeton

Carbonbeton ist ein neu entwickelter Baustoff, der ein strukturiertes Bewehrungsmaterial aus Carbonfasern zur Stabilisierung enthält. Da Carbonbeton im Vergleich zu Stahlbeton eine höhere Belastbarkeit sowie eine höhere Korrosionsbeständigkeit aufweist, können dünnere Betondicken für Betonbauten verwendet werden. Dadurch werden weniger Ressourcen benötigt und es kann eine höhere Langlebigkeit der Betonbauten erreicht werden. Bei der mechanischen Verarbeitung von Carbonbeton entsteht lungengängiger Feinstaub, der Zerkleinerungs- und Pyrolyseprodukte der Carbonfasern enthält. Wird der Carbonbeton vor der mechanischen Verarbeitung thermisch behandelt wie beispielsweise bei einem Abriss nach einem Hausbrand, so kann sich durch Pyrolyse die Zusammensetzung des Feinstaubs verändern. Ziel dieser Arbeit ist es daher, den organischen Anteil der lungengängigen Feinstaub-Fraktionen PM2.5 und PM10 von verschiedenen thermisch sowie mechanisch behandelten Carbonbetonmaterialien zu charakterisieren und die Ergebnisse mit denen aus physikalischen und toxikologischen Untersuchungen zu kombinieren.

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